Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten möchte bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken.  

 

Das 2018 ausgegebene Thema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« war mit 1.997 Beiträgen von 5.665 Kindern und Jugendlichen die erfolgreichste Wettbewerbsrunde seit 1993. Besonders erfreulich war dabei die kreative Aufarbeitung der Geschichte: Mehr als 50 Prozent aller Forschungsprojekte nutzten Zeitzeugeninterviews als Basis, knapp 20 Prozent der Beiträge wurden als Podcast oder Film eingereicht; rein schriftliche Beiträge gingen von 76 auf 60 Prozent zurück.

 

Von Juni bis November 2019 wurden über 2.000 Teilnehmende und Betreuende auf 15 Landes- und der Bundespreisverleihung geehrt und mit 550 Preisen ausgezeichnet. Die fünf ersten Preise, die am 19. November von Bundespräsident Steinmeier im Schloss Bellevue verliehen wurden, gingen an Projekte aus Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (re.) und Thomas Paulsen, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung (li.),  mit den Erstpreisträgerinnen und -trägern des Geschichtswettbewerbs (Foto: David Ausserhofer)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (re.) und Thomas Paulsen, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung (li.), mit den Erstpreisträgerinnen und -trägern des Geschichtswettbewerbs (Foto: David Ausserhofer)

Körber-Netzwerk Geschichtsvermittlung

Lehrende nutzen den Erfahrungsaustausch
Lehrende nutzen den Erfahrungsaustausch

Mit der Expertise aus über 40 Jahren Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sowie in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen stärkt das Körber-Netzwerk Geschichtsvermittlung die praxisorientierte Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern.

 

Zum Auftakt der Zweijahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) im September gestalteten wir gemeinsam mit der Gerda-Henkel-Stiftung in Essen eine Podiumsdiskussion zu Identität und Geschichtslernen in der Einwanderungsgesellschaft. Der Schriftsteller und Publizist Zafer Şenocak diskutierte mit Expertinnen und Experten aus Museum, Schule und Universität über das Potenzial von Geschichtsunterricht als Integrationsmotor. 

Nachwendekinder

Foto: Körber-Stiftung/Svea Pietschmann
Foto: Körber-Stiftung/Svea Pietschmann

Zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung starteten wir das Projekt »Nachwendekinder« mit Alumni des Geschichtswettbewerbs. Die 25- bis 30-jährigen Teilnehmenden sind alle in einer gemeinsamen Zeit der Transformation geboren und aufgewachsen, dennoch gibt es in ihren Lebensrealitäten und ihrer Herkunft große Unterschiede.

 

Das einjährige Projekt ermöglicht der teilnehmenden Nachwendegeneration, sich zu aktuellen Themen zu positionieren und Antworten auf Fragen zur eigenen generationalen Identität und Rolle der Zeitgeschichte zu geben.