Exil

Amal, Hamburg!

Die Amal, Hamburg!-Redakteure Nilab Langar, Omid Rezaee und Ahmad Alrifaee bei der Arbeit
Die Amal, Hamburg!-Redakteure Nilab Langar, Omid Rezaee und Ahmad Alrifaee bei der Arbeit

Menschen, die nach Deutschland zugewandert sind, brauchen Informationen und Zugang zu Medien, um am gesellschaftlichen Leben und an der Demokratie teilhaben zu können. Das Nachrichtenangebot »Amal, Hamburg!«, ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule und der Körber-Stiftung, unterstützt vom Hamburger Abendblatt und der Evangelischen Kirche, schafft diesen Zugang und berichtet auf Arabisch und Persisch über das kulturelle, politische und gesellschaftliche Leben in der Hansestadt.

 

Der öffentliche Start von »Amal, Hamburg!« fand am 10. April im KörberForum im Beisein von Kultursenator Carsten Brosda und der neuen Amal-Redaktion statt, die mittlerweile aus vier Exiljournalistinnen und -journalisten aus Syrien, Afghanistan und dem Iran besteht. Gemeinsam berichten sie in Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse und eröffnen damit für etwa 50.000 Bürgerinnen und Bürger die Chance, durch Geschichten in ihrer Muttersprache näher an die Stadtgesellschaft heranzurücken. 

Exile Media Forum

Im Rahmen der GIJC sprechen die Dokumentarfilmerin Safa Al Ahmad und Susanne Koelbl, DER SPIEGEL, über die Bedrohung saudischer Journalistinnen und Journalisten
Im Rahmen der GIJC sprechen die Dokumentarfilmerin Safa Al Ahmad und Susanne Koelbl, DER SPIEGEL, über die Bedrohung saudischer Journalistinnen und Journalisten

Die Zahl der Journalistinnen und Journalisten und der Medienschaffenden, die sich in Deutschland im Exil befinden und hier arbeiten, steigt. Was bedeutet es, im Exil journalistisch tätig zu sein? Wie verändert sich die deutsche Medienlandschaft vor dem Hintergrund von Migration und Globalisierung? Die Fachkonferenz Exile Media Forum widmet sich diesen Fragen und bringt deutsche Medienschaffende mit exilierten Journalistinnen und Journalisten zusammen.

 

Die zweite Ausgabe des Exile Media Forums haben wir 2019 in die erstmals in Deutschland stattfindende Global Investigative Journalism Conference (GIJC) integriert, die im September mehr als 1.500 Journalistinnen und Journalisten aus rund 130 Ländern nach Hamburg brachte. Als Kooperationspartner organisierte die Körber-Stiftung gemeinsam mit den Veranstaltern der GIJC einen »Exile Media Track« innerhalb des Konferenzprogramms: In insgesamt vier Podiumsdiskussionen und Netzwerkveranstaltungen wurde gemeinsam erörtert, unter welchen Bedingungen Exiljournalistinnen und -journalisten derzeit leben und arbeiten, welche Unterstützung sie benötigen, unter welchen technischen Voraussetzungen sie aus dem Exilland berichten und wie die Zusammenarbeit mit einheimischen Medien des Exillandes gelingen kann.